Goldpreise bauen Gewinne aus - hohe Risikoaversion stützt

Investing.com - Die Goldpreise stiegen am Donnerstag aufgrund der hohen Risikoaversion, nachdem die Aktienmärkte einbrachen. Zudem musste der US-Dollar Federn lassen.

Gold-Futures für die Lieferung im Dezember stiegen um 3,30 Dollar oder 0,3 Prozent auf 1.196,8 Dollar pro Feinunze.

'Investoren könnten anfangen, nach alternativen Anlagen zu Aktien zu suchen, da Faktoren wie hohe Verschuldung und aufkommende Inflation Gegenwind zu höheren Aktienkursen verursachen können', sagte Walter Pehowich, Executive Vice President of Investment Services bei Dillon Gage Metals.

'Mit dem Fall der Märkte erhöhen die Anleger ihre Allokation in Richtung Gold', sagte Michael Matousek, Head Trader bei U.S. Global Investors.

Gold liegt nun um mehr als 13 Prozent unter seinem April-Höchststand, da der Dollar aufgrund von Bedenken wegen der Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China, sowie im Vorfeld einer Leitzinserhöhung im September, stärker wurde.

Das Edelmetall fiel am Montag um 1,4 Prozent, als der Bondmarkt wegen des Columbus Day Feiertags geschlossen war, und damit so stark wie seit zwei Wochen nicht mehr.

Der U.S. Dollar Index, der die Stärke des Dollar gegenüber einem Korb von sechs Hauptwährungen misst, fiel am Donnerstag um 0,3 Prozent auf 94,98.

Steigende Anleiherenditen üben unterdessen Druck auf das zinslose Gold aus.

Die US-Notenbank hat die Zinsen in diesem Jahr dreimal erhöht, und Investoren gehen davon aus, dass sie sie bis Ende 2018 noch ein weiteres Mal angehoben werden.

Am Mittwoch setzte US-Präsident Donald Trump seine Angriffe auf die Zentralbank fort und schob die Schuld für den starken Marktrückgang am Mittwoch auf die geldpolitische Entscheidung der Zentralbank.

'Ich glaube, die Fed macht einen Fehler. Sie sind so streng. Ich denke, dass die Fed verrückt geworden ist,' sagte der Präsident.

'Eigentlich ist es eine Korrektur, auf die wir schon lange gewartet haben, aber ich bin wirklich nicht damit einverstanden, was die Fed tut', fügte der Präsident hinzu.

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